Web 2.0 - was ist das?

Stephan Schmatz präsentiert Ihnen das Web 2.0 und diverse Web 2.0-Dienste 

digg - was ist das?

digg - http://www.digg.com/ ist ein Social Bookmarking Dienst, der auf Nachrichten spezialisiert ist.

Verweise auf Neuigkeiten können mit Titel, Beschreibung und Kategorie eingestellt werden. Beiträge können auch von anderen digg-Usern kommentiert werden. Ein "Tagging" ist leider nicht möglich, was das spätere Auffinden von einmal abgespeicherten Beiträgen natürlich massiv erschwert.

Soll ich digg verwenden?

digg ist meiner Meinung nach ein Dienst, über den man auf eine Vielzahl von interessanten Nachrichten stoßen kann. Für die "passive" Nutzung also durchaus interessant.

Ebenfalls interessant: zu den Suchergebnissen gibt es RSS-Feeds. So kann man sich über RSS informieren lassen, wenn jemand einen neuen Artikel, der einen bestimmten Begriff im Titel enthält (z.B. den Namen Ihrer Firma), abspeichert.

Wie bereits erwähnt fehlt die Möglichkeit, abgespeicherte Nachrichten mit Tags zu versehen. Somit gibt es für die selbst angelegte Nachrichtensammlung nur die chronologische Ansicht. Da ist jeder allgemeine Social Bookmarking Dienst wie z.B. Mister Wong oder del.icio.us, besser.

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Poken, was ist das?

Im Grunde genommen ist ein Poken, der ca. 15 Euro kostet, ein USB-Stick, der mittels Funk Daten automatisch an andere Poken übertragen kann. Wenn man einen Poken kauft schließt man ihn erst einmal an den PC an und verbindet sich mit der Website http://www.doyoupoken.com/. Dort registriert man sich und gibt neben seinen üblichen Kontaktdaten auch Profilzugänge zu diversen Social Media-Diensten an. Warum man (fast) überall seine Kennwörter bekanntgeben muss entzieht sich leider meiner Kenntnis. Die Daten selbst werden alle auf der Poken-Website, nicht auf dem Poken selbst gespeichert. Auf dem Poken selbst wird nur ein persönlicher Code gespeichert.

Trifft man nun eine andere Person, die einen Poken hat so kann man die Hände der Poken (das je nach Modell mehr oder weniger nette Tierchen ist eigentlich nur eine Schutzabdeckung für den USB-Stecker) übereinanderhalten und die persönlichen Codes werden ausgetauscht. Sobald man wieder am PC sitzt kann man den Poken anstecken und hat über die Poken-Website Zugang zu den Kontaktdaten des anderen Pokenbesitzers.

Klingt irgendwie kompliziert. Und sorry: das ist es auch. Jeder, der halbwegs Web 2.0-affin ist, hat sowieso seine diversen Profile auf seiner Website verlinkt - braucht also keinen Poken. Und wer es nicht ist kauft sich wahrscheinlich auch keinen.

Weitere Minuspunkte: der Poken hat eine Batterie und keinen Akku. Und die wird angeblich nach spätestens einem halben Jahr leer sein, dann muss man sie austauschen, was aber etwas riskant sein dürfte, denn der Poken ist zusammengeklickt und nicht verschraubt. Da der Poken ständig auf der Suche nach anderen Poken Funksignale aussendet ist es lt. dem Vertreiber, bei dem ich ihn gekauft habe, nicht empfehlenswert, ihn neben Kredit- und sonstige Karten zu legen. Neben Herzschrittmacher und Genitalien wohl auch nicht. Wobei er für die Hosentasche ohnehin etwas groß ist.

Am ehesten ist er wohl geeignet, um ihn sich bei Messen, Kongressen oder ähnlichen Veranstaltungen um den Hals zu hängen. Doch dann stellt sich die Frage: einen "normalen" Tierchen-Poken nehmen, der zwar interessant wirkt, aber nur 64 Kontakte speichern kann oder den Business-Poken, der zwar mehr Kontakte speichern kann aber wie ein stinknormaler USB-Stick aussieht und auf den einen sicher niemand ansprechen wird.

Fazit: die Grundidee ist nicht schlecht, das Ding sieht niedlich aus und erregt Aufmerksamkeit. Allerdings ist die Idee noch nicht ganz ausgereift und die hardwaretechnische Umsetzung schlecht und der Gesamtnutzen eher schwach. Daher fürchte ich, dass Poken ein kurzlebiger Trend bleiben und auf keinen Fall die Visitenkarte ersetzen wird.

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card.ly - was ist das?

Wenn Sie im Web 2.0 aktiv sind werden Sie über das Web 2.0 sicherlich viele FreundInnen, KundInnen etc. wiederfinden und auch neue Kontakte knüpfen. Aber es wird auch viele Leute geben, mit denen Sie zwar in Kontakt sind und die ebenso wie Sie im Web 2.0 unterwegs sind, aber Sie wissen beide nichts von den Web 2.0-Aktivitäten der jeweils anderen.

Was also tun? Eine Möglichkeit wäre, auf Ihrer Website sämtliche Web 2.0-Profile zu listen. Das ist grundsätzlich auch sehr empfehlenswert, wenn Sie aber einmal sehr viele Profile haben brauchen Sie schon eine eigene Seite dafür. Sämtliche Profile in der E-Mail-Signatur auflisten? Auch eine Möglichkeit, aber wenn man einmal mehr als 10 Web 2.0-Dienste nutzt kann das auch sehr verwirrend wirken.

Sie können natürlich eine eigene derartige Seite gestalten - siehe meine Seite http://www.schmatz.cc/go/profile , eine andere - vielleicht einfachere Möglichkeit wäre, einen Dienst wie card.ly zu nutzen. Auf http://card.ly/ können Sie kostenlos eine Art Online-Visitenkarte anlegen, bei der Sie nicht nur Ihre Adresse und Ihre "herkömmlichen" Kontaktdaten ablegen sondern auch diverse Web 2.0-Profile verlinken. Ich habe für mich unter http://card.ly/schmatz eine derartige "Visitenkarte" abgelegt.

Die Adresse der Visitenkarte lässt sich natürlich auch ganz leicht in der E-Mail-Signatur anführen und auch auf eine Visitenkarte drucken. Darüber hinaus kann man so ein card.ly-Profil auch als .vcf-Datei herunterladen und so mit wenigen Klicks die Daten in eine Adressdatenbank (z.B. der eines E-Mail-Programms wie Microsoft Outlook) übernehmen. Ihren FreundInnen und KundInnen können Sie somit viel Arbeit ersparen.

Ein ähnlicher Dienst ist "My Name is E" - http://www.mynameise.com/ . Auch dort habe ich eine Online-Visitenkarte angelegt, sie können diese auf http://www.mynameise.com/StephanSchmatz ansehen. Zusätzlich bietet dieser Dienst die Möglichkeit, sich mit anderen NutzerInnen zu verknüpfen.

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Crowdsourcing - was ist das?

Der Begriff Crowdsourcing wurde erst vor ein paar Jahren geprägt und bezeichnet die Auslagerung ("Outsourcing") von Tätigkeiten an den "Schwarm" ("Crowd"). Tatsächlich gibt es Crowdsourcing schon lange.

Beispiele für Crowdsourcing sind zum Beispiel Ideenwettbewerbe zur Namensfindung, aber auch die Online-Enzyklopädie "Wikipedia", deren Artikel bekanntlich kostenlos von vielen Freiwilligen geschrieben, erweitert und gegebenenfalls korrigiert werden sowie zahlreiche andere Wikis.

Dennoch ist die (wissenschaftliche) Beschäftigung mit der "Weisheit der Massen" relativ neu.

Soll ich auf Crowdsourcing zurückgreifen?

Es gibt viele Möglichkeiten, sich die "Weisheit der Massen" zu Nutze zu machen - sowohl "aktiv" als auch "passiv".

Eine Möglichkeit der passiven Nutzung wäre zum Beispiel das Durchforsten von Weblogs oder die Analyse von twitter (siehe auch hier - http://schmatz.posterous.com/twitter-was-ist-das ) nach bestimmten Trends, nach der Meinung der NutzerInnen etc.

Unter die aktive Nutzung würde zum Beispiel das Ausschreiben von Ideenwettbewerben fallen.

Wichtig ist hierbei eine klare Zielsetzung und der respektvolle Umgang mit der Masse. Diese darf nie das Gefühl bekommen, für Ihre Zwecke "missbraucht" zu werden. Die Teilnahmebedingungen müssen klar definiert sein. Bei einer Namensfindung ist natürlich das Markenrecht von besonderer Bedeutung. Was tun, wenn alle vorgeschlagenen Namen bereits markenrechtlich geschützt sind. Andererseits kann es natürlich passieren, dass sich ein Markenanwalt freiwillig an der Suche beteiligt und Sie kostenlos auf bereits geschützte Vorschläge hinweist.

Zwei schlechte Beispiele liefert hierbei Alfa Romeo: als 1966 bei einem Ideenwettbewerb für ein Cabrio der Name "Duetto" gewann nutzte Alfa Romeo diesen nur ein Jahr lang und benannte das Fahrzeug dann in "Spider" (was man übrigens so spricht wie man es schreibt, weil es vom englischen "Speed" und nicht vom englischen "Spider" für "Spinne" kommt) um. 42 Jahre später wurde derselbe Fehler wiederholt. Obwohl in einer Internetabstimmung der Name "Furiosa" gewann nannte Alfa Romeo seinen neuen Kleinwagen "MiTo" (Abkürzung für Milano-Torino).

Ebenso ist es natürlich wichtig, die notwendige Masse nicht nur ansprechen sondern auch zur "Mitarbeit"/"Teilnahme" bewegen zu können. Eine handvoll loyaler MitarbeiterInnen oder StammkundInnen kann Ihnen zwar vielleicht auch ganz gute Hilfe leisten, wird aber zu wenig sein um tatsächlich von der "Weisheit der Massen" profitieren zu können. Können Sie tatsächlich eine ordentlich große Masse erreichen?

Die aktive Nutzung von Crowdsourcing will also gut überlegt sein.

Wo finde ich weitere Informationen?

Wertvolle Tipps zu diesem Thema finden Sie in diesem Beitrag von Hannes Treichl - http://www.andersdenken.at/crowdsourcing/ sowie in diesen Büchern, die ich Ihnen in meinem "webERFOLGSshop" empfehle - http://astore.amazon.de/weberfolgsshop-21?_encoding=UTF8&node=6

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Wiki - was ist das?

Ein Wiki ist eine Website, deren Inhalte von den BenutzerInnen nicht nur gelesen, sondern auch bearbeitet werden können.

Das wohl bekannteste Wiki ist die Online-Enzyklopädie Wikipedia - http://de.wikipedia.org/ . Dadurch kommt es allerdings auch zu Missverständnissen. Es ist nämlich die Editierbarkeit durch die BenutzerInnen, die ein Wiki ausmachen und NICHT die Verwendung als Online-Lexikon, auch wenn Wikis natürlich für den Aufbau von Lexika und anderen Online-Nachschlagewerken besonders geeignet sind.

Wer also selbst ein Online-Lexikon erstellt, aber andere keine Beiträge erstellen oder editieren lässt, hat damit kein Wiki geschaffen.

Soll ich selbst ein Wiki auf meiner Website anbieten?

Wenn es thematisch passt kann ein Online-Lexikon eine tolle Sache für Ihre BesucherInnen sein. Ein richtiges Wiki, bei dem also Ihre BesucherInnen Beiträge editieren oder neu erstellen können, kann ebenso eine tolle Sache sein. Sie müssen sich aber im Klaren sein, dass Sie für die Inhalte Ihrer Website auch geradestehen müssen und dass Sie kontrollieren müssen, was Ihre BesucherInnen da so alles schreiben. Das ist natürlich mit einem entsprechenden Zeitaufwand verbunden.

Besonders interessant - und rechtlich weniger riskant - finde ich firmeninterne Wikis, mit denen man sich innerhalb einer Firma (oder auch eines Vereins) einen gemeinsamen und allen MitarbeiterInnen bzw. Mitgliedern zugänglichen Wissensschatz effizient aufbauen kann.

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Selective Twitter Status - was ist das?

"Selective Twitter Status" ist eine Facebook-Applikation, die den RSS-Feed Ihres Twitter-Accounts abruft und alle jene Ihrer Tweets, die mit dem Hashtag #fb versehen sind, als Status-Meldung auf Ihrem Facebook-Profil veröffentlicht.

Wie installiere ich "Selective Twitter Status"?

Dazu müssen Sie natürlich zuallererst einmal Twitter und Facebook verwenden. Gehen Sie dann auf die Seite http://apps.facebook.com/selectivetwitter . Dort müssen Sie nur die Applikation zulassen und dann Ihren Twitter-Benutzernamen eingeben und auf "Save" klicken. Von jetzt an übernimmt Facebook alle Ihre Tweets, die #fb enthalten als Statusmeldung.

Warum soll ich "Selective Twitter Status" verwenden?

Weil Sie damit ohne viel Mühe Ihre Tweets einem noch größeren Publikum - in diesem Fall Ihren Facebook-Kontakten - zugänglich machen - und das mit einmaligem Aufwand.

Was muss ich beachten?

Sie sollten Ihr Facebook-Profil nicht mit Tweets "überschwemmen", außerdem müssen Sie dann damit rechnen, dass sowohl auf Twitter als auch auf Facebook Diskussionen zu Ihrem Tweet, der gleichzeitig Facebook-Statusmeldung ist, stattfinden können.

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Facebook - was ist das?

Facebook - http://www.facebook.com/ ist das nach derzeitigem Stand mit rund 300 Millionen TeilnehmerInnen größte Online Social Network (was ein Online Social Network ist können Sie unter http://schmatz.posterous.com/online-social-network-was-ist-das nachlesen) der Welt.

Was kann man auf Facebook machen?

Facebook bietet eine Menge Funktionen, diese wurden teilweise von Facebook selbst geschaffen, teilweise über die Facebook-API von anderen.

Sie können auf Facebook zum Beispiel:

  • ein Profil anlegen
  • Fotos und Videos hochladen
  • Kontakte knüpfen
  • Statusmeldungen schreiben
  • die Statusmeldungen Ihrer Kontakte kommentieren
  • Gruppen beitreten oder selbst neue Gruppen gründen
  • in den Gruppen diskutieren, Fotos und Videos hochladen
  • Fanpages (zu Produkten, KünstlerInnen, PolitikerInnen) beitreten oder selbst eine Fanpage starten
  • online lustige Tests machen
  • online - alleine, mit oder gegen andere - Spiele spielen
  • und vieles andere mehr
Soll ich auf Facebook aktiv werden?

Grundsätzlich ja - aber mit Bedacht. Sie werden auf Facebook viele alte und neue FreundInnen treffen, aber wahrscheinlich genauso GeschäftspartnerInnen, KundInnen, KollegInnen, (falls Sie nicht selbständig oder freiberuflich arbeiten) Vorgesetzte und so weiter. Lassen Sie sich nicht dazu verleiten, auf Facebook zu viele private Fotos, Videos, Texte etc. hochzuladen, wenn Sie eine geschäftliche Nutzung beabsichtigen - und die wird bei jedem früher oder später kommen, denn irgendwann werden auch Personen, mit denen man nur geschäftlich in Kontakt ist, eine Kontaktanfrage schicken.

Andererseits halte ich es nahezu für eine Pflicht, auf Facebook auch etwas von seiner Persönlichkeit preiszugeben. Personen, die ausschließlich über die Dinge schreiben, mit denen sie beruflich zu tun haben, werden rasch uninteressant. Wenn die Meldungen, Fotos etc. dann auch noch zu sehr nach Werbung klingen und nicht authentisch wirken wird man Sie vielleicht sogar als "Spammer" abtun.

Eine Facebook-Gruppe für Ihr Unternehmen zu gründen oder eine Fanpage für Ihr Unternehmen anzulegen ist an sich keine schlechte Idee, aber nichts ist fader als eine Gruppe, in der nichts los ist. Überlegen Sie genau, wie Sie Leben in diese Gruppe bringen können. Preisen Sie dort nicht nur Ihre Produkte, Dienstleistungen oder Veranstaltungen. Nutzen Sie das Potential, das in den Gruppenmitgliedern steckt. Fragen Sie zum Beispiel nach deren Meinung zu (potentiellen) neuen Produkten, diskutieren Sie über Anwendungsmöglichkeiten bestehender Produkte, starten Sie Ideenwettbewerbe,…

Facebook beizutreten ist kostenlos und schnell erledigt, eine Gruppe zu gründen oder eine Fanpage anzulegen ebenso. Dennoch - oder gerade deswegen sollten Sie genau überlegen, was Sie auf Facebook tun. Sie sollten nicht ihr ganzes Seelen- und Intimleben auf Facebook ausbreiten, aber halten Sie es ein bisschen mit Roberto Blanco: "Ein bisschen Spaß muss sein…"

PS: falls Sie persönliche Beratung zu Web 2.0-Themen wünschen können Sie mich gerne als Berater buchen. Informationen dazu auf meiner Website http://www.schmatz.cc/ .

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Besuchertausch - was ist das?

Besuchertausch ist etwas, was eindeutig nicht "Web 2.0" ist, aber da es immer wieder Versuche gibt, Besuchertausch ins Web 2.0 zu bringen oder mittels Besuchertausch-Programmen für (meistens zweifelhafte) Web 2.0-Promotion zu sorgen, möchte ich es dennoch vorstellen.

Besuchertausch-Programme funktionieren meistens folgendermaßen: man meldet sich an, bekommt dann einen Link zu einer Internetseite, die automatisch (meistens alle 30 Sekunden oder einmal pro Minute) eine Internetseite eines anderen Programmteilnehmers aufruft. Ihre Website wird dann eben anderen ProgrammteilnehmerInnen gezeigt. Manche Besuchertausch-Programme bieten einen Besuchertausch im Verhältnis 1:1 an, die meisten in für die TeilnehmerInnen schlechteren Verhältnissen. Manche Programme bieten auch an, Ihre Website gegen Bezahlung öfter anzeigen zu lassen.

Sie können das ganze natürlich einmal probieren, aber ich kann Ihnen gleich voraussagen, dass es bei Ihnen genauso kommen wird: Sie werden sich vielleicht als NeueinsteigerIn ein paar Minuten andere Websites anzeigen lassen und dann werden Sie in einem anderen Browserfenster oder einem anderen Browsertab weitersurfen während das Besuchertausch-Programm für Sie Seiten aufruft. Die anderen ProgrammteilnehmerInnen handeln natürlich nicht anders.

Fazit: Sie werden eine Menge BesucherInnen auf Ihre Website "locken", aber so gut wie keine/r von denen, wird sich Ihre Website auch tatsächlich ansehen.

Soll ich trotzdem an einem Besuchertausch-Programm teilnehmen?

Also mir fällt kein vernünftiger Grund ein, außer dass Ihre Besucherstatistik steil nach oben gehen wird. Sie können aber genausogut einen gefälschten Besucherzähler einsetzen.

Gründe, die dagegen sprechen:

  • Wenn Sie auf Ihrer Website Werbebanner verkaufen wäre eine Teilnahme an einem Besuchertausch-Programm ziemlich sicher ein Betrug an Ihren Werbekunden.
  • aus einer derart verfälschten Besucherstatistik werden Sie nicht mehr ableiten können, wie erfolgreich Ihre Website tatsächlich ist und was Sie eventuell für Verbesserungsmaßnahmen treffen könnten.
  • Sie erzeugen mit einer Teilnahme bei einem Besuchertausch-Programm unnötigen Traffic (Datenverkehr), eventuell risikeren Sie damit eine Sperre Ihrer Website oder zusätzliche Gebühren an Ihren Access-Provider.
Das ganz einfache Fazit: vergessen Sie Besuchertausch-Programme.

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Blog-Parade - was ist das?

Eine Blog-Parade, früher auch oft Blog-Karneval genannt, ist eine Art Schreibwettbewerb. Ein Blogger oder eine Bloggerin fordert bei einer Blog-Parade seine LeserInnen dazu auf, im eigenen Blog einen Beitrag zu einem bestimmten Thema zu schreiben. Dieser Beitrag sollte auch einen Link zur Blog-Parade enthalten, auf der anderen Seite wird der Beitrag natürlich auch im Blog des Paraden-Starters bzw. der Paraden-Starterin erwähnt.

Manche Blog-Paraden bewerten die Beiträge, ehren den besten Beitrag, manche verlosen Preise unter allen TeilnehmerInnen - je nach Belieben.

Blog-Paraden werden oft mit dem Hintergedanken gestartet, das eigene Suchmaschinenranking durch viele Backlinks zu verbessern und so mehr BesucherInnen auf das Blog zu locken. Viele Blog-Paraden werden aber auch gestartet, um sich Inspiration bei anderen BesucherInnen zu holen oder eine Art "Meinungsforschung" zu betreiben.

Soll ich an einer Blog-Parade teilnehmen?

Ja, wenn das Theme zu Ihren Themen passt und es die Teilnahmebedingungen zulassen - warum nicht? Schauen Sie sich aber vorher genau an, welches Blog die Parade gestartet hat und was es außer der Blog-Parade auf dem Blog zu lesen gibt.

Soll ich eine Blog-Parade starten?

Eine Blog-Parade kann auf jeden Fall eine Möglichkeit sein, BesucherInnen auf sein Weblog zu holen und sich Feedback und Inspiration zu holen. So weit, so gut. Bedenken Sie aber, dass das, was geschrieben wird, auch überhaupt nicht in Ihrem Sinne sein kann. Bei einer Blog-Parade die "Notbremse zu ziehen" kann auch in's Auge gehen. Die Bedingungen sollten von Anfang an klar sein. Was immer Sie dann tun werden wird Bestandteil von Diskussionen in der "Blogosphäre" sein, kann also ihrer Reputation ganz schön schaden. Eine Blog-Parade sollte also wohldurchdacht sein und nicht einfach spontan aus Lust und Laune gestartet werden.

Auf http://blog-parade.de/ finden Sie übrigens ein Verzeichnis von Blog-Paraden und falls Sie einmal eine starten möchten sollten Sie Ihre dort unbedingt eintragen!

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Online Social Network - was ist das?

Online Social Networks (oft "OSN" abgekürzt, dt. "Soziale Netzwerke") sind Websites, auf denen Mitglieder untereinander Netzwerke bilden können.

"Grundzutaten" aller Sozialen Netzwerke sind persönliche Profilseiten, die die NutzerInnen anlegen können sowie die Möglichkeit, andere NutzerInnen in Kontaktlisten oder Adressbücher aufnehmen zu können und innerhalb des Systems anderen private Nachrichten (PN bzw. englisch PM = Private Message) senden zu können.

Darüber hinaus gibt es viele weitere "Zutaten", die je nach Netzwerk variieren, zum Beispiel:

  • Statusmeldungen
  • Blogs
  • Diskussionsforen
  • Gruppen
  • Fotoupload
  • Videoupload
  • Chats
  • Online-Spiele
  • Kleinanzeigen
  • Pinwände
  • und vieles andere mehr
Beispiele für Soziale Netzwerke wären:
Manche OSN haben auch eine bestimmte Ausrichtung. Während facebook ziemlich allgemein gehalten ist, liegt ein Schwerpunkt von MySpace auf der Präsentation von Musik und (Musik)videos, entsprechend wählen auch viele KünstlerInnen MySpace, um sich dort zu präsentieren. StudiVZ ist wie der Name schon erahnen lässt auf deutschsprachige Studierende spezialisiert, der "kleine Bruder" SchülerVZ entsprechend auf SchülerInnen. XING hingegen ist ein Netzwerk, das für berufliches Kontakteknüpfen und -erhalten geschaffen wurde. Um XING im vollen Umfang nutzen zu können ist ein Mitgliedsbeitrag zu entrichten.

Soll ich Sozialen Netzwerken beitreten?

Generell würde ich die Frage mit "Ja" beantworten, da Kontakteknüpfen und Kontakterhaltung im Berufsleben immer wichtiger wird. Welches Soziale Netzwerk nun für Sie am besten geeignet ist kann ich schwer beurteilen. Ich werde Ihnen in nächster Zeit die wichtigsten Sozialen Netzwerke vorstellen und Ihnen auch erklären, welche Chancen für berufliche Nutzung ich in welchem Netzwerk sehe.

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